Die Reiseanalyse RA 2010 - Erste Ergebnisse
Die Stabilität, die den Markt kennzeichnet, zeigt sich in allen Eckzahlen der Nachfrage: Sowohl die Reiseintensität, nach der gut ¾ aller Deutschen trotz Wirtschaftskrise in Urlaub gefahren sind, als auch die Anzahl von gut 64 Mio. Urlaubsreisen stagnieren 2009 in etwa auf Vorjahresniveau. Auch die Reiselust ist ungebrochen: Gleich viele Bundesbürger wie in den letzten Jahren planen auch 2010 in den Urlaub zu fahren. Die gefühlten Rahmenbedingungen haben sich gegenüber 2009 deutlich gebessert: Die Deutschen schauen 2010 insgesamt viel positiver in die Zukunft als noch vor einem Jahr. Trotz dieser Stabilität hat die Wirtschaftskrise auch im deutschen Tourismusmarkt ihre Spuren hinterlassen. Die Auswirkungen fallen zwar geringer aus als in anderen Quellmärkten und anderen Branchen, es wird aber eine verstärkte Tendenz zur Polarisierung der Nachfrage deutlich: Während ein Teil der Bevölkerung sein Reiseverhalten vor dem Hintergrund der unsicheren Lage eingeschränkt hat, ist ein anderer mehr gereist als noch 2008. Besonders auffällig ist die Entwicklung in den unterschiedlichen Einkommensgruppen: Während bei Personen mit geringerem Einkommen ein deutlicher Rückgang der Reiseaktivität festgestellt werden kann, fuhren Menschen mit höheren Einkommen noch mehr in den Urlaub. Die „soziale Schere“ klafft auch im Tourismus immer weiter auseinander.
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